| Einst erzählte man Nikolaus von Myra, daß zu Patara ein Mann vom
Adel so sehr verarmt sei, daß er sich entschloß, die Unschuld seiner drei gut erzogenen Töchter dem Laster preiszugeben, um sich, der sich des Bettelns schämte, vor dem Hungertode zu retten. In der
nächsten Nacht suchte Nikolaus das Haus des unglücklichen Vaters auf und warf durch das offene Fenster eine große Summe Geldes hinein, womit der bekümmerte Mensch seine älteste Tochter versorgte.
Dies wiederholte er zum zweiten und dritten Male, um auch die Unschuld seiner zweiten und dritten Tochter zu retten, aber die dritte Nacht hatte der Vater geflissentlich mit Wachen zugebracht, um den
unbekannten Wohltäter kennenzulernen. Als der Heilige sein drittes Geschenk in die Kammer warf, eilte der Vater ihm schnell nach und warf sich ihm zu Füßen, um ihm seinen Dank auszudrücken. Aber
Nikolaus hob ihn auf und sagte zu ihm, er habe nur die Pflicht eines Christen erfüllt und forderte ihn auf, niemand etwas davon zu offenbaren. |
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Der Bischofsstuhl von Myra sollte neu besetzt werde.
Deshalb versammelten sich die Bischöfe und Priester des Sprengels, und während des Gebets, das vor der Wahl von allen verrichtet wurde, Gott dem ältesten Bischof in den Sinn, man solle den
erwählen, der Morgen zuerst in die Kirche kommen würde. Allen gefiel dieser Rat.
Am frühen Morgen eilte Nikolaus, der von alledem nichts wußte, als allererster in Kirche, um sein Gebet mit dem der
Christen zu verrichten daß ihnen Gott einen frommen, gottseligen Hirten geben möchte. Obwohl er sich öffentlich als des Amtes unwürdig erklärte, ernannte man Ihn zum Bischof von Myra. Obgleich
er schon als Priester heilig gelebt hatte, verdoppelte er jetzt seine Bußstrenge und eiferte so energisch für Reinhaltung der christlichen Lehre und Sitte, daß selbst Gefängnis und Marter ihn nicht
schreckten.
Gott verherrlichte seinen Diener durch viele Wunder. Als seine Erhebung zum Bischof bekannt wurde, eilte eine Frau in die
Kirche, um sich von der Wahrheit des Gerüchtes zu überzeugen. Als sie wieder nach Hause kam, fand sie ihr Kind, das dem Herde zu nahe gekommen war, völlig verbrannt. Sogleich nahm sie es auf ihre
Arme und trug es vor den Bischof. Dieser segnete es, und das Kind wurde wieder lebend und ganz heil. Der Name des Heiligen wurde jetzt durch seine eifrige Amtsführung, durch sein gottseliges,
strenges Leben, durch Liebeswerke aller Art und durch viele Wundertaten überall berühmt, so daß ihn alle Gläubigen als ihren Vater liebten und die Bösen vor ihm zitterten.
Nikolaus gilt als der Freund der Kinder und Erwachsenen und als der Helfer in der Not.
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In Holland ist das größte Fest das "Sinterklaasfest" (obwohl leider
große Konkurrenz gemacht wird vom amerikanischen Weihnachtsmann) und nicht wie bei uns in Deutschland "Weihnachten". So ist Sinterklaas, in Deutschland bekannt als Nikolaus der ganz große
Kinderfreund. So kommt er hier auch in die Familien, die Kinder sitzen beieinander und er kommt mit dem großen Buch wo alles drin steht, was man im vergangenen Jahr gut oder schlecht getan hat und
man muß zittern, ob man die Rute bekommt oder etwas leckeres oder mehr.
Auch in Blomberg kommen wir alle Jahre wieder und besuchen die Schulen, Kindergärten und das Altersheim.
Hat eine Familie nicht die Möglichkeit den "Sinterklaas" kommen zu lassen, dann findet
sich doch zumindest ein lieber Nachbar der ganz heftig auf die Tür klopft, schnell wegläuft aber nicht vergißt, einen Sack mit Geschenken für die Kinder vor die Tür zu stellen. Geschieht es auch
so nicht, dann kommt aber sicher in der Nacht der "swarte piet" durch den Schornstein und hat die Geschenke für die Kinder und Erwachsenen hingestellt.
Bei unseren Privatauftritten ist es „Sinterklaas" selber, der die Geschenke an die
Kinder und auch Erwachsenen verteilt. Die vielen Nettigkeiten und auch nicht so nette Sachen werden von den „zwarte pieten“ über das ganze Jahr gesammelt und „Sint Nicolaas“ mitgeteilt,
damit Er auch alles Empfänger des Geschenkes weiß.interklaas kommt, genau wie in Deutschland, in vollem Bischofsornat aber
begleitet durch den sogenannten "zwarte piet". Nicht wie in Deutschland begleitet durch Knecht Ruprecht.
In Blomberg kommt Sinterklaas schon seit Jahren an dem 1.
Samstag vor Advent auf dem Blomberger Marktplatz an. Zusammen mit hunderten Eltern und Kindern startet der Umzug am „Ulmeneck“ und zieht mit den Kindern durch die Blomberger Straßen. Auf dem Marktplatz wird Er dann vom Bürgermeister
begrüßt und die Kinder, aber auch die Erwachsenen, bekommen etwas Süßes zugesteckt.
In den Niederlanden kommt Sint Nicolaas jedes Jahr mit einem großen Aufgebot an
"zwarte pieten" per Boot an. Dieses wird in allen Fernsehprogrammen übertragen.
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